Dr. med. Helmut Forstbauer
Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Ziske
Dr. med. Ruth Reihs
Dr. med. Ernst Rodermann
Andreas Diel

Impfungen

Impfungen

Impfungen in der Onkologie

Das Thema Impfungen ist bei Patienten mit onkologischen bzw.
hämatologischen Erkrankungen immer aktuell. Wir möchten Sie daher mit den aktuellen Impfempfehlungen vertraut machen. Die hier ausgesprochenen Impfempfehlungen richten sich nach den Empfehlungen der STIKO (ständige Impfkomission) des Robert-Koch-Institutes und nach den Empfehlungen der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie).

Im Falle einer Tumorerkrankung und hier insbesondere unter einer laufenden Chemotherapie sind Sie anfälliger für Infektionen als gesunde Menschen. Gegen einige der gefährlichsten Infektionen kann man sich impfen lassen. Eine Impfung ist hier besonders sinnvoll, da diese Infektionen bei Tumorpatienten schwerer verlaufen.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Impferfolg wegen der geschwächten Immunantwort des Körpers nicht so sicher ist wie bei gesunden Menschen, eine Impfung ist dennoch häufig effektiv. Impfungen sind für Sie also nicht gefährlicher als für andere Menschen bei ausschließlicher Verwendung von Totimpfstoffen (insgesamt sind nur sehr wenige Impfstoffe Lebend-Impfstoffe, z.B. Masern). Auch Ihre engsten Kontaktpersonen sollten über Impfungen (ebenfalls ausschließlich mit Totimpfstoffen) nachdenken, um Sie nicht mit gefährlichen Infektionen anzustecken.

Zur Zeit sind empfohlen:

  • Tetanus/Diphterie/Keuchhusten  (Auffrischung alle 10 Jahre)
  • Grippeimpfung jährlich
  • Pneumokokken (Lungenentzündung) Auffrischung alle 5 Jahre
  • Hämophilus influenzae B (Lungenentzündung) für bestimmte Patientengruppen
  • Meningokokken C (Hirnhautentzündung) für bestimmte Patientengruppen

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